AHK Austauschtreffen Bukarest, 12. – 13. Januar 2017

Qualitätssicherung durch Standardisierung – ein Schwerpunktthema des AHK Austauschtreffens zur Berufsbildung welches am 12. und 13. Januar in Bukarest statt gefunden hat. Daran teilgenommen haben Mittel- und Osteuropäische Länder, in denen entweder bereits erfolgreich Berufsbildungskonzepte umgesetzt werden, oder sich aufgrund starker Nachfrage aus der Industrie, ein dringender Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften abzeichnet.

Um dem systemischen Ansatz des DIHK gerecht zu werden, ein vergleichbares und einheitliches AHK-Dienstleistungsportfolio im Rahmen der Beruflichen-Bildung international zu implementieren, bedarf es verschiedener Grundvorraussetzungen. Essentiell ist hier das Zugrundelegen von Standards, welche sich in drei Kategorien clustern A – B – C lassen.

Desweiteren bedarf es ein erhötes Augenmerk auf Qualitätsicherung, und daraus resultierende quantitative und qualitative Vergleichsgrößen, um den Prozess des Benchmarkings realistisch gestalten zu können. Um standartisierte Abläufe und Prozesse vom ersten Schritt der Implementierungsphase an zu gewährleisten, können AHK’s auf ein Prozessmanagement zurückgreifen, welches das Team der Beruflichen-Bildung vor Ort unterstützt.

Um den lokalen Bedingungen und den unterschiedlichen Anforderungen der Unternehmen an dualer Berufsbildung im Ausland gerecht werden zu können, wird Berufsbildung in drei Kategorien unterteilt:

Kategorie A: „Deutsche duale Berufsbildung im Ausland“

Kategorie B: „Lokale duale Berufsbildung nach deutschem Vorbild“

Kategorie C: „Lokale duale Qualifizierung mit deutschen Systemelementen“

Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung zwischen GIZ und der Deutsch-Serbischen Wirtschaftskammer (AHK Serbien)

Gegenstand der Kooperationsvereinbarung ist die Einrichtung einer konstruktiven Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen dem GIZ Projekt „Reform der Beruflichen-Bildung in Serbien“ und der Deutsch-Serbischen Wirtschaftskammer, mit dem Ziel der erfolgreichen Einführung eines kooperativen Berufsbildungsmodells in Serbien, das auf Elementen des in Deutschland vorherrschenden dualen Systems beruht.

Dabei geht es in erster Linie um eine stärkere Beteiligung der Mitgliedsunternehmen der AHK an dem Projekt sowie um die Beratung der nationalen Wirtschaftskammer Serbiens bei der Übernahme von Zuständigkeiten auf dem Gebiet der Berufsbildung.

Der Fokus des GIZ Projekts liegt auf der Einführung eines kooperativen Ausbildungsmodells mit Elementen der dualen Ausbildung in Serbien. Das Modell wird im Rahmen der Umsetzung modernisierter dreijähriger gewerblich-technischer Ausbildungsgänge mit Beschäftigungspotenzial getestet. Berufliche Handlungsfähigkeit und Beschäftigungsaussichten der Schulabgänger sollen erhöht und damit für Arbeitgeber ein direkter Zugang zu qualifizierten Arbeitskräften erreicht werden.

Die AHK als ein Instrument der deutschen Außenwirtschaftsförderung ist als solches mit der Förderung der Berufsbildung zum Wohle ihrer Mitgliedsunternehmen, künftiger deutscher Investoren sowie lokaler Unternehmen, die als potenzielle Zulieferer der deutschen Wirtschaft in Frage kommen, im Rahmen der Kooperation betraut.

Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zwischen Martin Knapp, AHK Serbien, und Ann-Kathrin Hentschel, GIZ, im Oktober 2016 in Serbien.

Ansprechpartner

Oliver Herrlen

Berater Berufliche-Bildung

+381 11 2028 010
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