25.05.2017 – Die Fördermittel aus Deutschland für die Einführung der dualen Ausbildung in den serbischen Unternehmen

Die Deutsch-Serbische Handelskammer (AHK Serbien) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), im Rahmen des „develoPPP“ Projektes des Bundesministeriums für Wirtschaft und Entwicklung, organisierte eine Informationsveranstaltung zum Thema „Duale Ausbildung - Perspektiven und Fördermittel“.

Nach dem Grüßwort seitens Herrn Martin Knapp, Geschaftsführenedes Vorstandsmitglied der AHK Serbien, hatten die anwesenden Geschäftsleute seitens Herrn Axel Binder, Berater- GIZ Deutschland, die Gelegenheit zu erfahren, wie die serbischen Tochterfirmen mit Mutterunternehmen in den Ländern der Europäischen Union unter bestimmten Voraussetzungen für die Fördermittel aus dem Projekt „develoPPP“ beantragen könnten, falls sie sich im Bereich der dualen Ausbildung engagieren möchten.

Der Berater für die duale Ausbildung von AHK Serbien Oliver Heerlen kündigte die Schaffung der Arbeitsgruppe für die duale Ausbildung im Rahmen der Deutsch-Serbischen Handelskammer an, mit dem Ziel, die Informationen, Ideen und Erfahrungen auszutauschen.

Der GIZ- Vertreter Ivan Stojanović sagte, dass die hohe Rate der Jugendarbeitslosigkeit, sowie Profile für technische Berufe, die mit dem theoretischen Teil der Unterricht in den Schulen überlastet sind, die grundlegenden Probleme des Berufsbildungssystems in Serbien sind. Die Einführung der dualen Ausbildung schafft die Voraussetzungen für eine kooperative Ausbildung in den Berufstechnischen Profilen, die an den Bedürfnissen der Wirtschaft orientiert sind.

Sitzung zum Thema der dualen Ausbildung für AHK Mitglieder

"Synchronisierte Einführung der dualen Ausbildung in Serbien zwischen den Hauptakteuren, dh Schulen und Unternehmen, die in der Erstellung von Inhalten teilnehmen sollen, ist es für den Erfolg dieses Systems von entscheidender Bedeutung. Die deutsche Industrie, als eine der führenden Wirtschaftsmächten, hat im Laufe der Zeit viele Herausforderungen dank den gut ausgebildeten Arbeitskräften und dem Bildungssystem welches seit fast 100 Jahren in Deutschland durchgeführt wird, überstanden", sagte der GF der Deutsch-Serbischen Wirtschaftskammer Martin Knapp in der Handelskammer Serbien anlässlich der Sitzung für AHK Mitglieder die sich für dieses System interessieren, am 10.März 2017.

Die Wirtschaftler versammelten sich um mehr über die Funktionsweise dieses Systems und deren Verantwortung im Prozess zu erfahren. "Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit unterstützt seit vier Jahren im Auftrag der Deutschen Bundesregierung das serbische Ministerium für Bildung, Wissenschaft und technologische Entwicklung in ihren Bemühungen, das duale Ausbildungsprinzip in Serbien zu verankern", sagte Ann-Kathrin Hentschel aus der GIZ.

Das Interesse der serbischen Unternehmen für dieses System ist mittlerweile größer. Derzeit werden mehr als 900 Studenten in fünf Bildungsprofilen in Zusammenarbeit mit über 60 Unternehmen gelehrt. Ab dem nächsten Schuljahr wird die Ausbildung für mindestens vier neue Ausbildungsprofile organisiert werden.

Das Treffen organisierte die Konrad Adenauer Stiftung, AHK Serbien un PKS. 

Bildungsreise “IHK Struktur im Bereich Berufliche-Bildung“

Im Rahmen des aktuellen, landesweiten Reformprojektes zur Mordernisierung der Beruflichen-Bildung in Serbien, wurde von der Deutsch-Serbischen Wirtschaftskammer eine Bildungsreise in den Großraum Stuttgart und Karlsruhe durchgeführt.

Im Zeitraum vom 30. Januar bis 1. Februar 2017, haben Mitglieder der Berufsbildungsabteilung der serbischen Wirtschaftskammer, GIZ Vertreter aus dem Reformprojekt sowie unser CIM-Experte die AHK in Karlsruhe besucht. Im Vordergrund stand dabei im Rahmen von „Capacity Building“, die Heranführung des Teams der serbischen Kammer, an eine möglichst effektive und flexible Struktur zur Umsetzung von Berufsbildung. Dies ist durch Vorträge, Präsentationen und lebhaften Diskussion der IHK Karlsruhe eindrucksvoll gelungen. Als zusätzliches Highlight wurde den Besuchern ein Einblick in das Karlsruher Institut für Technologie gewährt.

Um das Konzept der “Zwei Lernorte”, ein maßgeblicher Erfolgsfaktor in der dualen Berufsbildung anschaulich darzustellen, wurden zwei Mitgliedsunternehmen und zugehörige Berufschulen besucht. Da in Serbien schwerpunktmäßig berufliche Bildung an Schulen statt findet, musste die serbischen Besuchergruppe nicht von der Wichtigkeit der praktischen Ausbildung im Betrieb überzeugt werden. Moderne Ausbildungswerkstätten und Lernkonzepte in den Firmen, haben sich attraktiv präsentiert und die Besucher umgehend in ihren Bann gezogen.

AHK Austauschtreffen Bukarest, 12. – 13. Januar 2017

Qualitätssicherung durch Standardisierung – ein Schwerpunktthema des AHK Austauschtreffens zur Berufsbildung welches am 12. und 13. Januar in Bukarest statt gefunden hat. Daran teilgenommen haben Mittel- und Osteuropäische Länder, in denen entweder bereits erfolgreich Berufsbildungskonzepte umgesetzt werden, oder sich aufgrund starker Nachfrage aus der Industrie, ein dringender Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften abzeichnet.

Um dem systemischen Ansatz des DIHK gerecht zu werden, ein vergleichbares und einheitliches AHK-Dienstleistungsportfolio im Rahmen der Beruflichen-Bildung international zu implementieren, bedarf es verschiedener Grundvorraussetzungen. Essentiell ist hier das Zugrundelegen von Standards, welche sich in drei Kategorien clustern A – B – C lassen.

Desweiteren bedarf es ein erhötes Augenmerk auf Qualitätsicherung, und daraus resultierende quantitative und qualitative Vergleichsgrößen, um den Prozess des Benchmarkings realistisch gestalten zu können. Um standartisierte Abläufe und Prozesse vom ersten Schritt der Implementierungsphase an zu gewährleisten, können AHK’s auf ein Prozessmanagement zurückgreifen, welches das Team der Beruflichen-Bildung vor Ort unterstützt.

Um den lokalen Bedingungen und den unterschiedlichen Anforderungen der Unternehmen an dualer Berufsbildung im Ausland gerecht werden zu können, wird Berufsbildung in drei Kategorien unterteilt:

Kategorie A: „Deutsche duale Berufsbildung im Ausland“

Kategorie B: „Lokale duale Berufsbildung nach deutschem Vorbild“

Kategorie C: „Lokale duale Qualifizierung mit deutschen Systemelementen“

Effizientere Wirtschaft durch duale Ausbildung

SERBIAN VISIONS ist der einzige Multikongress in Serbien mit verschiedenen Themen: Menschensrechte, Wirtschaft, Bildung, Kultur, Gesundheit, Umweltschutz, EU-Integration, Sicherheit, Innovation und viele andere Bereiche die eine Vision für eine bessere Zukunft für Serbien bilden. Der zweite Kongress fand am 26. und 27. November 2016 in Belgrad statt. Ein wichtiges Thema der Veranstaltung war die duale Ausbildung.

Duale Ausbildung ist eine der wichtigsten Säulen des deutschen Bildungssystems und hat sehr wichtige Funktion in der sozialen Marktwirtschaft, und nun ist die duale Ausbildung auch eine neue Energie im serbischen Bildungssystem."Zum ersten Mal werden sich unsere Schulpläne für 2017 auf einer guten Vernetzung der Wirtschaft und dem Bildungssystem basieren. Die Ausgangspunkte werden die wirklichen Bedürfnisse unserer Wirtschaft sein und dass was toll ist, ist die große Unterstützung von Deutschland, Österreich und der Schweiz", sagte Beraterin des Ministers für Bildung Gabrijela Grujic.

Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung zwischen GIZ und der Deutsch-Serbischen Wirtschaftskammer (AHK Serbien)

Gegenstand der Kooperationsvereinbarung ist die Einrichtung einer konstruktiven Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen dem GIZ Projekt „Reform der Beruflichen-Bildung in Serbien“ und der Deutsch-Serbischen Wirtschaftskammer, mit dem Ziel der erfolgreichen Einführung eines kooperativen Berufsbildungsmodells in Serbien, das auf Elementen des in Deutschland vorherrschenden dualen Systems beruht.

Dabei geht es in erster Linie um eine stärkere Beteiligung der Mitgliedsunternehmen der AHK an dem Projekt sowie um die Beratung der nationalen Wirtschaftskammer Serbiens bei der Übernahme von Zuständigkeiten auf dem Gebiet der Berufsbildung.

Der Fokus des GIZ Projekts liegt auf der Einführung eines kooperativen Ausbildungsmodells mit Elementen der dualen Ausbildung in Serbien. Das Modell wird im Rahmen der Umsetzung modernisierter dreijähriger gewerblich-technischer Ausbildungsgänge mit Beschäftigungspotenzial getestet. Berufliche Handlungsfähigkeit und Beschäftigungsaussichten der Schulabgänger sollen erhöht und damit für Arbeitgeber ein direkter Zugang zu qualifizierten Arbeitskräften erreicht werden.

Die AHK als ein Instrument der deutschen Außenwirtschaftsförderung ist als solches mit der Förderung der Berufsbildung zum Wohle ihrer Mitgliedsunternehmen, künftiger deutscher Investoren sowie lokaler Unternehmen, die als potenzielle Zulieferer der deutschen Wirtschaft in Frage kommen, im Rahmen der Kooperation betraut.

Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zwischen Martin Knapp, AHK Serbien, und Ann-Kathrin Hentschel, GIZ, im Oktober 2016 in Serbien.

Ansprechpartner

Oliver Herrlen

Berater Berufliche-Bildung

+381 11 2028 010
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